Wer besitzt heute noch ein Girokonto, für das er bezahlen muss? Rund 75 % aller Geldinstitute bieten ihren Kunden bereits das Girokonto kostenlos an. Doch kostenlos ist noch lange nicht kostenlos, denn viele Banken knüpfen daran bestimmte Bedingungen.
Kostenlose Girokonten unter der Lupe
Für seine neue Ausgabe des Magazins “Finanztest” hat die Stiftung Warentest in ganz Deutschland bei 73 Geldinstituten angefragt, ob bei den Unternehmen die Möglichkeit eines kostenlosen Girokontos besteht. Getestet wurden sowohl Großbanken, überregionale Banken und Direktbanken, aber auch kleinere Genossenschaftsbanken.
Eigentlich ist dieses Ergebnis ganz gut, denn immerhin bieten 51 Banken ein Girokonto kostenlos an. Doch legten die Prüfer die Messlatte sehr hoch, denn kostenlos bedeutet hier: keine Gebühren für das Konto, ebenfalls keine Gebühren für den Benutzer einer EC-Karte und auch sonst keine anderen Bedingungen. Viele der getesteten Banken konnten dann doch diese Bedingungen nicht erfüllen.
Interessante Klauseln
Einige Banken verlangen ein regelmäßiges Mindesteinkommen, einen Kauf eines Genossenschaftsanteils, einen monatlichen Sparplan oder sie begrenzen die kostenlosen Buchungen. Einigen Banken, so auch die DKB, verlangten zudem eine gewisse Kreditwürdigkeit, um das Girokonto kostenlos zu bekommen. Der Grund hierbei ist relativ einfach, denn da diese Banken keine eigenen Filialen haben, ist unbedingt eine Kreditkarte für das Abheben erforderlich; und dafür verlangen diese Banken eine besondere Bonität.
Die Auswertung
Am Schluss der Auswertung konnte festgestellt werden, dass insgesamt nur neun Geldinstitute die o.g. Kriterien erfüllen konnten. Es gibt aber nur eine Bank, bei der der Kunde seine Geschäfte sowohl online als auch in einer Filiale vor Ort abwickeln kann, und die EC-Karte gibt es als Sahnebonbon gratis dazu. Wer als Kunde allerdings nur Online-Geschäfte abwickeln möchte und keine Kreditkarte benötigt, hat einige Wahlmöglichkeiten.

Juli 22nd, 2010
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